Maya Zeitrechnung: Kommt 2012 der Weltuntergang?

Ende 2012 ist es wieder so weit, der Untergang der Welt soll den Menschen bevorstehen, genauer gesagt im Dezember 2012. Auslöser für die Apokalypse ist  der Kalender der Maya, der den vermeintlichen Weltuntergang prophezeien soll. Andere Esoteriker glauben dagegen an ein schicksalhaftes Ereignis, dass die Menschen erschüttern wird. Aber was hat es wirklich mit dieser Prophezeiung auf sich? Antworten auf diese Frage finden Sie hier, zudem erfahren Sie, warum Sie durchaus für 2013 planen dürfen.

Der zyklische Kalender der Maya

Der Maya ist anders als die heutige Zeitvorstellung zyklisch aufgebaut, so dass er nach Ablauf der Zeit wieder von vorne beginnt, mit dem Anfangsdatum 13.0.0.0.0. Zur Berechnung der Zeit, verwendeten die Maya den Sonnenkalender Haab, den Tzolkin als religiösen Kalender und die lange Zählung. Letztere verwendeten die Maya, um historische sowie personenbezogene Gegebenheiten festzuhalten aber auch für astronomische Berechnungen. Der Grund, weshalb Esoteriker nun am 21. Oder 23. Dezember 2012 das Ende der Welt prophezeien, ist die Rückkehr zum Ausgangsdatum im Maya-Kalender. An einem dieser beiden Tage endet der Zyklus von 13 Baktun, die etwa 1.872.000 Tagen entspricht, und kehrt zum Anfang der Rechnung zurück.

Inschriften und die Weltuntergangstheorie

Der Grund für die Weltuntergangs-Theorien ist in der Tat das Ende des Zyklus‘ des Maya-Kalenders, denn von einem Weltuntergang sprechen die Maya keineswegs für das Jahr 2012. Zusätzlich zu dem Maya-Kalender sorgt eine Steinstafel im mexikanischen Tortuguero. Das in der Inschrift stehende Datum deckt sich mit dem Ende des Zyklus, zudem nennt die Inschrift den Gott Bolon Yokte, der bei den Maya für Schöpfung sowie Krieg steht. Allerdings ließ sich die Inschrift nicht einwandfrei entziffern. Außerdem steht im Jahr 2012 das seltene astronomische Ereignis bevor, dass sich die Sonne am 21.12.2012 mit der Milchstraße gleichstellen wird.

Christliche Interpretationen in Maya-Kalender

Aber dass dieses Ereignis verbunden mit dem Maya-Gott und dem Neuanfang des Kalenders den Weltuntergang prophezeien soll, daran glauben die Experten der Archäologie und Astronomie keineswegs. Schließlich folgte nach dem Kalenderende ein Neubeginn. Außerdem entstehen diese Weltuntergangstheorien durch christliche Vorstellungen des Jüngsten Gerichts, das Menschen auf den Kalender projizieren. Bedenken, Sie weder 1988, 1997 noch 2000 ging die Welt unter und Anfang 2013 werden sich auch diese Theorien als unwahr herausstellen, so dass es 2012 an Weihnachten Geschenke gibt und in der Silvesternacht Raketen fliegen.

Bild: panthermedia.net Pavel Konovalov