Fakten rund um Schwangerschaft und Geburt

Erstes Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Monatsblutung. Manche Frauen spüren auch schon früh ein Aufblähen der Brust. Auch ein Ziehen im Unterleib deutet auf eine Schwangerschaft hin. Körperliche Symptome wie Übelkeit und Erbrechen und auch Schwindel sind weitere Signale einer möglichen Schwangerschaft. Hinzu kommen Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Treten einige oder viele dieser Symptome gemeinsam auf, wächst die Gewissheit einer Schwangerschaft. Der Körper stellt sich allmählich auf die Bedürfnisse des Fötus ein. Er sorgt dafür, dass sich das Ei in die Gebärmutter einnisten kann. Das mütterliche Blut hilft und stellt die Nährstoffe für die Bildung des Mutterkuchens und die Versorgung des rasch wachsenden Embryos zur Verfügung.

Körper passt sich an

Durch die Schwangerschaft steigt der Bedarf des Körpers an Vitaminen und Spurenelementen. Allmählich muss die Ernährung umgestellt werden. Ab der neunten Schwangerschaftswoche stellen sich weitere Unpässlichkeiten ein. So gehört ein hormonell bedingter Haarausfall zu den möglichen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft. Dafür werden die Haare in der zweiten Schwangerschaftshälfte wieder kräftiger und glanzvoller. Auch die Hautpigmentierung kann sich ändern. Auch sie bilden sich nach der Geburt zurück. Hinzu kommt zum Schwangerschaftsverlauf die allmähliche Gewichtszunahme durch den wachsenden Fötus. Langes Stehen bereitet Mühe und der Körper ist schneller erschöpft. Ab dem dritten Monat lassen Vorsorgeuntersuchungen auch ein klares Bild über die Entwicklung des Fötus zu. Auch mögliche Risiken lassen sich dann prognostizieren. Ab der siebzehnten Schwangerschaftswoche ist der Bauch angeschwollen, sodass es manchmal Platzprobleme gibt. Der Fötus drückt auf den Magen und die Schwangere leidet manchmal unter Sodbrennen, was eine weitere Anpassung der Ernährung erforderlich macht.

Positive Erlebnisse

Spürbare Bewegungen und andere Zeichen des wachsenden Fötus machen die Schwangerschaft allmählich zum Erlebnis. Zwischen dem Fötus und der Mutter bildet sich eine enge emotionale Bindung. Ab der fünfundzwanzigsten Schwangerschaftswoche heißt es für die werdende Mutter ruhiger leben. Das Gewicht des Fötus und seine Bedürfnisse machen eine Umstellung des Lebens erforderlich. Alles will nun erwägt werden und jede überflüssige Belastung vermieden. Allmählich ist es auch Zeit, sich Gedanken über den Geburtsort zu machen. Und natürlich muss zum erwarteten Zeitpunkt feststehen, wer das Kind entbinden soll. Ab der dreiunddreißigsten Woche sind Vorsorgeuntersuchungen alle vierzehn Tage fällig. Das weiter steigende Gewicht und die übrigen Begleiterscheinungen führen nun zu Rückenschmerzen und weiteren Beschwerden. Schonung und Gymnastik lindern diese Erscheinungen. Auch die Lage des Kindes wird nun überprüft. Wobei das Erreichen der für die Entbindung günstigen Kopflage auch bis kurz vor der Entbindung noch möglich ist. Bei einer Steißlage sollte der entbindende Arzt und die Hebamme über entsprechende Erfahrungen verfügen.

Bild: panthermedia.net Josef Müllek