Virtuelle Identität: Private Daten schützen auf Facebook und Co.

Wer glaubt, dass er unentdeckt und anonym durch das Internet schlendern kann, der hat sich getäuscht. Allein die gemeldete IP-Adresse des Rechners, sagt bereits aus, wer, wann und wo sich dieser Rechner bewegt hat und damit auch, welche Person. Selbst der Standort kann ausfindig gemacht werden. Wer sich nun noch bei Sozialen Netzwerken, wie Facebook oder MeinVZ anmeldet, hinterlässt durch die Registrierung seine Daten. Diese bleiben nicht unbedingt in genau diesem Netzwerk, sondern können beispielsweise durch die Namenseingabe in Google ausfindig gemacht werden. Allein die Eingabe in diesen Netzwerken zeigt bei manchen, wie offen sie mit ihren persönlichen Daten selbst umgehen. Heißt es aber bei einer Antragsstellung: dürfen Ihre Daten an Dritte weitergegeben werden? kommt meist ein klares Nein.

Bei offiziellen Webauftritten notwendig

Viele sind sich nicht bewusst, welche Offenheit sie mit ihren Daten an den Tag legen. Bei vielen stimmen die Angaben vielleicht nicht, bei den meisten aber schon, da sie auch gefunden werden wollen, von der Familie oder aber auch Freunden, mit denen sie dann in Kontakt bleiben können. Aber auch das absichtliche Hinterlegen einer virtuellen Visitenkarte ist durchaus möglich. Gerade bei offiziellen Webauftritten ist es eigentlich völlig normal, dass sämtliche Daten aufgerufen werden können und mit einem Klick sind sie in die Dateien vieler Kunden aufgenommen. Viele möchten das auch so, da ihr Geschäft nur durch diese Offenheit funktionieren kann. Es bringt einem kleinen Nähstübchen nichts, wenn es zwar die Kleidung im Internet anbietet aber keinerlei Daten zur Verfügung stellt. Der Kunde will wissen, mit wem er es zu tun hat.

Einmal registriert – immer registriert

Ist man also einmal im Internet auf einer Seite registriert, ist man auch auffindbar. Doch die verschiedenen Daten können auch unterschiedliche Sichtweisen vertreten. Viele beschreiben sich auf der einen Seite so, auf der anderen wieder so. Das erhöht das Kennenlernen der unterschiedlichen Personengruppen. Wer das mag und auch so will, der kann dies selbstverständlich gern tun. Es ist allerdings auch auf die rechtliche Seite hinzuweisen. Hierbei geht es beispielsweise um kostenpflichtige Seiten, die mit nur einem Klick besucht werden können und prompt flattert eine Rechnung ins Haus, obwohl man gar nicht seine Adresse angegeben hat – oder? Vielleicht nicht auf dieser Seite aber mit Sicherheit auf einer anderen.

Bild: panthermedia.net Grzegorz Petrykowski